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Örtliche Betäubung / Lokalanästhesie

 


Was ist eine örtliche Betäubung?


Zur örtlichen Betäubung wird in den Zahnarztpraxen ein Lokalanästhetikum eingesetzt. Diese Medikamente besitzen keine suchterzeugende Wirkung.

Durch die Beimengung von Adrenalin, Noradrenalin oder Phenylephedrin wird bei manchen Medikamenten die Wirkungsdauer verlängert (im Wirkbereich werden dadurch die Blutgefäße verengt und so die Aufnahme des Lokalanästhetikums verlangsamt).

Lokalanästhetika werden aufgrund der unterschiedlichen chemischen Struktur in 2 Klassen eingeteilt:

Wann erfolgt eine örtliche Betäubung?


Eine örtliche Betäubung erfolgt  in der Regel dann wenn nur ein bestimmter, begrenzter Bereich behandelt wird. Dies kann z.B. der Fall sein bei:

Wirkungsweise einer örtlichen Betäubung:

  • Schmerzausschaltung
  • Empfindungsausschaltung
  • lokale Lähmung
Die Einwirkzeit des Medikaments beträgt in der Regel ca. 1 bis 3 Minuten. Je nach Dosierungshöhe hält die Betäubung ca. 1 bis 3 Stunden an. (bei manchen Medikamenten bis zu 6 Stunden)


Wie wird eine örtliche Betäubung durchgeführt?


Im Bereich der zu behandelnden Stelle wird meist mittels einer sehr feinen Injektion das Medikament in das Gewebe eingebracht. Das Medikament kann ebenfalls direkt auf die Schleimhaut aufgetragen werden.

Eine örtliche Betäubung kann auch im Verlauf eines gewünschten Nervs erfolgen. Dadurch ist es möglich mit einer geringen Menge des Medikamentes eine größere Fläche zu betäuben.


Nebenwirkungen von Lokalanästhetika


Auftreten können unter anderem:

  • Kribbeln im Mund
  • Unruhe
  • Schwindelgefühl
  • metallischer Geschmack
  • Taubheitsymptomen

Wirkstoffe



Procain:

Procain wird für die örtliche Betäubung nur noch selten verwendet.  Es stehen wirksamere, Wirkstoffe, wie z. B. Lidocain zur Verfügung.
Handelsnamen: Novocain oder Novacaine


Benzokain:

Besitzt eine schnelle Einwirkzeit, welche aber von relativ kurzer Dauer ist.
Handelsnamen:  Anaesthesin®, Labocane®


Artikain:

Artikain verfügt über eine gute Durchdringung  ins Knochengewebe des Patienten. Aufgrund seiner hohen Eiweißbindung und der guten Allgemeinverträglichkeit empfiehlt sich diese Medikament für die Behandlung von Schwangeren.
Handelsnamen: Ultracain®, Ubistesin®,Septanest®


Etidocain:

Besitzt eine schnelle Einwirkzeit und eine lange Wirkungsdauer.


Lidocain:

Lidokain wird von Kokain abgeleitet ohne aber die sucht- und rauscherzeugende Wirkung von Kokain zu besitzen.
Handelsnamen: Lidocain ACS , Xylocain


Mepivacain:

Besitzt eine schnelle  Einwirkzeit und eine Wirkdauer zwischen ca. 2 und 4Std. Wird oftmals zur Leitungsanästhesie benutzt.
Handelsnamen: Meaverin, Scandicain


Prilocain:

Besitzt eine relativ schnelle Einwirkzeit und eine Wirkdauer zwischen ca. 2 bis 4 Stunden. Prilocain wird oftmals zur Leitungsanästhesie eingesetzt.

Prilocain sollte bei Kindern, bei Patienten mit Anämie, bei Mangel an Glucose-6-phosphat-dehydrogenase und bei Schwangeren nicht oder mit erhöhter Vorsicht angewendet werden.
Handelsname: Xylonest


Bupivacain:

Besitzt ein relativ langsame Einwirkzeit und eine Wirkdauer von ca. 11 Stunden. Bei Weisheitszahnentfernungen kann eine starke Reduzierung von postoperativen Schmerzen erzielt werden.
Handelsname: Carbostesin®


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Wenden Sie niemals Medikamente in eigener Regie ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Halten Sie sich an die Dosierungsanleitung Ihres Arztes oder Apothekers.
 

 




Datum: 31.08.2007 09:21, Autor: Wilson
 
 
 
 
 
 
 
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