Bei der Auswahl entsprechender Produkte helfen wir Ihnen gerne.
Unwillige Kinder lassen sich oftmals von farbigen oder elektrischen Kinderzahnbürsten begeistern und motivieren. Gestalten Sie das Zähneputzen als spannende Angelegenheit und integrieren Sie es fest in Ihren Tagesplan. Kinder brauchen Rituale. So wird Ihr Kind das Zähneputzen auf Dauer nicht als lästiges Übel ansehen, sondern als festen Bestandteil des Tagesablaufs erleben.
Bis zum 6. Lebensjahr sollten die Zähne schon zweimal am Tag geputzt werden. Dabei geht es nicht um Gründlichkeit und die richtige Putztechnik sonder darum, dass sich das Kind mit der Zahnbürste vertraut macht und die Bewegungsabläufe übt.
Ab 4 Jahren sollte Ihr Kind die Zähne alleine "vorputzen". Als Eltern sollten Sie das Ergebnis kontrollieren und ggf. nachputzen. Es ist empfehlenswert bis zum mindestens 10. Lebensjahr eine Zahnputz-Erfolgskontrolle durchzuführen.
Viele Eltern sind beim Thema Fluoride verunsichert. Außer einer Namensähnlichkeit haben Fluoride nichts mit dem schädlichen Element Fluor gemeinsam! Fluoride sind für die Zahngesundheit unerlässlich und bieten einen effektiven Kariesschutz.
Der Kinderarzt verordnet ab der ersten Frühuntersuchung D-Fluoretten. Diese sollten bis zum 6. Lebensmonat verabreicht werden. Danach stellen viele Kinderärzte auf Fluoretten um.
Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen halten wir dies aus verschiedenen Gründen nicht für sinnvoll. In vielen Lebensmitteln, Mineralwasser, Speisesalz und Kinderzahncreme sind ausreichen Fluoride enthalten, sodass eine tägliche Tablettengabe überflüssig ist.
Zudem möchten wir keinen Gewöhungseffekt des Kindes an eine tägliche Tablette erzielen. Den lokalen zahnärztlichen Fluoridierungsmassnahmen wird heute in Kombination mit der richtigen Mundhygiene und einer ausgewogenen Ernährung der Vorzug gegeben.

Nicht nur Zahnpflege bei Ihrem Säugling ist wichtig, sonder Ihre Mundhygiene ist ebenso bedeutungsvoll für die Zahngesundheit Ihres Kindes. Karies ist eine Infektionskrankheit die schon beim Küssen übertragen wird. Wenn Sie ein paar wertvolle Tipps beherzigen schützen Sie ihr Kind wirkungsvoll:
Lutschen Sie nicht den Schnuller ab und kosten Sie den Babybrei nicht mit dem selben Löffel, mit dem Sie Ihr Kind füttern.
Diesen zusätzlichen Kariesschutz sollten Sie Ihrem Kind zukommen lassen.
Der richtige Schnuller ist besser als der Daumen. Achten
Sie beim Kauf eines Schnullers darauf, dass es ein Saugformer ist. Ab dem 2. Lebensjahr sollten Sie nur noch in Ausnahmefälle auf diesen Seelentröster zurückgreifen.
Sicherlich ist die Entwöhnungsphase vom geliebten Schnuller eine harte Zeit für Eltern und Kind, aber wenn Sie diese Phase beispielsweise mit einem Urlaub (andere Umgebung) kombinieren, oder einem neuen Seelentröster (Stofftier), welcher dann mit ins Bett darf, überstehen Sie diese Zeit gemeinsam. Versuchen Sie erst gar nicht an die Einsicht Ihres Kindes zu appellieren: "Du bist ja schon groß..." Wenn es um den geliebten Seelentröster geht, werden die Größten plötzlich wieder ganz klein.
Lutschen Kinder noch nach dem dritten Lebensjahr an Daumen oder Schnuller können Zahnfehlstellungen und Kieferfehlbildungen entstehen, die dann sehr aufwendig und langwierig kieferorthopädisch reguliert werden müssen. Zudem wirken sie sich negativ auf die Sprachbildung Ihres Kindes aus und machen in manchen Fällen ein Abbeißen unmöglich.
Nach dem Abstillen erhält Ihr Kind für einen längeren Zeitraum Flaschennahrung. Oftmals werden auch Kindertees oder Fruchtsäfte gegeben.
Achten sie darauf, dass Sie nur zuckerfreie, ungesüßte Tees und stark verdünnte Fruchtsäfte in die Flaschen geben.
Bei Säften ist es sinnvoll, dass Ihr Kind nicht ständig an der Flasche nuckelt. Die Zähne sind sonst einer dauernden Säuredusche ausgesetzt, was gravierende Zahnschäden zur Folge hat.
Es ist ratsam Glasfläschchen zu verwenden, da Ihr Kind diese nicht halten kann und nicht dauernd an der Flasche saugt. Sobald Ihr Kind aus der Tasse trinken kann, sollten Sie die Flasche weitestgehend verbannen.
Bei größeren Kindern sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung Wert legen, die auf viele zuckerreiche Zwischenmahlzeiten verzichtet. Verbote sollte es aber dennoch für Schokolade & Co nicht geben. Naschen darf sein! Lieber ein größeres Stück als viele kleine in Abständen.

Bei den geliebten Lollies und Bonbons achten Sie bitte auf das "Zahnmännchen" für zahnfreundliche Naschereien.
Der erste Zahnarztbesuch sollte so etwa mit dem zweiten Lebensjahr stattfinden. Nehmen sie Ihr Kind doch vorher mal zu einem Kontrolltermin mit, damit es sich mit der ungewohnten Umgebung und den vielen fremden Menschen vertraut machen kann.
Wenn ältere Geschwister vorhanden sind, können diese auch die Vorbildfunktion übernehmen. Bei der ersten Kontrolluntersuchung schauen wir uns nur die Zähne an, um Ihr Kind nicht zu verunsichern. Sollte dies nicht möglich sein, weil Ihr Kind verängstigt ist oder einfach keine Lust hat, werden wir den Besuch an dieser Stelle abbrechen.
Es hat keinen Sinn Kinder zu etwas zu zwingen, was sie nicht wirklich möchten. Wir nehmen uns die Zeit für unsere kleinsten Patienten gerne. Uns entlohnt ein strahlendes Kinderlächeln wenn Ihr Kind beim nächsten Mal mitkommt.
Der erste Zahnarztbesuch sollte vor einem solchen Ereignis erfolgt sein. Ein erster Eindruck ist schwerlich zu verändern, und wenn Ihr Kind den Zahnarztbesuch mit Schmerzen verbindet, ist das eine schlechte Ausgangsbasis für eine lange Freundschaft!
Sollte es doch passieren, dass Sie Ihr Kind erstmals mit Schmerzen bei uns vorstellen, so versuchen wir auf spielerische Art die Ausnahmesituation für Ihr Kind angenehm zu gestalten.
Ab dem 6. Lebensjahr vollzieht sich der Zahnwechsel. Die Milchzähne machen den bleibenden Zähnen Platz. Der Zahnwechsel ist etwa mit 12 Jahren abgeschlossen. Ab 6 Jahren startet das Individualprophylaxeprogramm für Kinder, welches von den gesetzlichen Krankenkassen unterstützt wird.

Zur normalen Routinekontrolle kommen spezielle Reinigungs- und Fluoridierungsmaßnahmen hinzu. Wir schätzen in diesen Untersuchungen das individuelle Kariesrisiko ein und erklären bestimmte Putztechniken um die Mundhygiene zu verbessern.
Die bleibenden großen Backenzähne werden kurz nach ihrem vollständigen Durchbruch in die Mundhöhle versiegelt um das Kariesrisiko zu verringern. Backenzähne bestehen aus Bergen und Tälern mit vielen kleinen Rillen (Fissuren).
Die Fissurenversiegelung dient dazu diese Rillen abzumildern, damit in ihnen keine Karies entstehen kann. Die Oberfläche der Zähne wird etwas angeraut und danach wird ein fließfähiger Kunststoff in die Rillen eingebracht, der mit ultraviolettem Licht ausgehärtet wird. Dies ist eine völlig schmerzfreie, effektive Behandlung.
Bei folgenden Kontrolluntersuchungen (2 x jährlich) werden die Versiegelungen kontrolliert und ggf. erneuert. Eine Fissurenversiegelung kann aber durchaus mehrere Jahre halten, bevor sie erneuert werden muss.