zahnfocus24
Straumann
 
 
 

Patienteninformationen
Hier finden Sie umfangreiche Informationen zum Thema Zahngesundheit.
Sie haben die gewünschte Information nicht gefunden?
Bitte wenden Sie sich an den Expertenrat. Dieser hilft Ihnen kompetent und kostenlos.

Suche nach:
Übersicht
» Funktionsdiagnostik



CMD - cranio-mandibuläre Dysfunktion

 
Als cranio-mandibuläre Dysfunktion/ CMD bezeichnet man eine Fehlfunktion im Zusammenspiel von Oberkiefer und Unterkiefer. Auslöser können Funktionsstörungen der Zähne sein. CMD wird aus den Wörten "Cranium"(Schädel), "Mandibula"(Unterkiefer) und Dysfunktion (Fehlfunktion) gebildet.

Heute weiß man daß die CMD die Ursache für eine Vielzahl
unterschiedlichster Krankheitsbilder sein kann:

  • Zahn-, Muskel-, Kiefergelenkschmerzen,
  • Schwindel,
  • Ohrenschmerzen/Tinitus,
  • Gesichts-, Kopf-, Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen, Migräne
  • Beckenschiefstand,
  • Scoliose der Wirbelsäule
  • sowie Blockaden der Wirbel, besonders C1 und C2 

Wird mit Hilfe der Funktionsdiagnostik eine CMD festgestellt ist eine Zusammenarbeit von verschiedenen Spezialisten ratsam: Orthopäde, HNO-Arzt, Ostheopat und einem speziell fortgebildetem Zahnarzt.

Der Zahnarzt übernimmt die Rolle eines Koordinators und überweist die Patienten an die entsprechenden Therapeuten.

 

Vorbehandlung mit Aufbissschienen:

Bei myogener Ursache trägt der Patient nachts im Oberkiefer eine Aufbissschiene. Bei arthogener Ursache trägt der Patient die Aufbissschiene im Unterkiefer  nachts und auch tagüber.
Zusätzlich kann es nötig sein das der Patient Entspanungstechniken, wie z.B. autogenes Training, Yoga usw. zur Unterstützung der Therapie anwenden muss.

 

Therapie der CMD

Die Vorgehensweise der Behandlung wird individuell auf den Patienten abgestimmt.Hierbei werden verschiedene Therapiekonzepte angewandt.

  • An erster Stelle steht die Aufklärung des Patienten. Eine richtige Diagnose ist der  wichtigste Schritt für einen positiven Therapieverlauf.
  • Verschiedene Selbstbehandlungstechniken wie Dehnübungen, Kälte- oder Wärmebehandlungen, Entspannungsübungen (Yoga), autogenes Training sowie Stressreduzierung können dem Patienten weiterhelfen
  • Häufig wird eine Aufbissschiene angewendet. Diese führt  zu einer Entspannung der Kau- und Kopf- muskulatur und entlastet die Kiefergelenke
  • Physiotherapie, Ostheopadie helfen dem Patienten muskuläre Verspannungen abzubauen
  • Um chronische Schmerzen auszuschalten können schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente eingesetzt werden. Eine weitere Anwendung können schlafunterstützende und Muskel entspannende Medikamente sein
  • TENS -Transkutane Elektrische Nervenstimulation führt eine Entspannung der Muskulatur herbei und hilft Schmerzen zu reduzieren.
  • Zahnsanierungen und kieferorthopädische Maßnahmen helfen abgenutzte Kauflächen sowie Zahnfehlstellungen und eine gestörte Okklusion wieder zu normalisieren.
  • Zur Entspannung der Nackenmuskulatur können Patienten auch nachts ein Nackenstützkissen verwenden. Der Patient sollte entweder auf dem Rücken oder der Seite schlafen, da sich in der Bauchlage die Kau- und Nackenmuskulatur nicht entspannen kann

 

 




Datum: 03.09.2007 08:21, Autor: Wilson
 
 
 
 
 
 
 
Zahntechniker - Community
 
Lederer Zahntechnik GmbH
 
Zirkon-Forum.de
 
platzhalter