Zuerst werden genauestens alle körperlichen und seelischen Facetten des Patienten untersucht und festgehalten um ein genaues Bild der Krankheit zu erstellen.
verglichen. So bezieht sich eine spezifische Symptomatik eines individuellen Patienten mit der homöopathischen Verschreibung. Vermischung ungeprüfter Substanzen aufgrund einer unzureichender Diagnose ist nicht die übliche Vorgehensweise eines homöopathischen Arztes. Die Bezeichnung: "
" bei einem Arzt ist geschützt und kann nur durch eine dafür entsprechende Ausbildung geführt werden. Folgende Organisationen
Alle Beschwerden, unter denen der Patient leidet werden immer mit nur einer
Substanz behandelt. Die Arznei muss
individuell nach dem Krankheitsbild des individuellen Patienten ausgesucht werden. Die Reaktion, sowie die Geistes- und die Gemütssymptome, des Patienten auf das
Medikament werden vom Arzt
festgehalten und
analysiert.
Als Erstreaktion können alte oder verborgene Leiden kurz wieder erscheinen, was für eine
positive Reaktion des Organismuses auf das Medikament steht.
Homöopathie beim Zahnarzt
Nachfolgende Beschwerden lassen sich mit homöopathischen Mitteln behandeln.
Die aufgeführten Symptome oder Beschwerden werden teilweise durch Bakterien und Keime ausgelöst. In jedem Fall müssen Sie sich von Ihrem Zahnarzt untersuchen lassen.
Führen Sie bei den nachfolgenden Beschwerden bitte keine Selbstbehandlung durch.
Der Einsatz von homöopatischen Mitteln kennt Grenzen und in einigen Fällen ist eine klassische Behandlung z. B. durch den Einsatz von Antibiotika notwendig!
- Zahnschmerzen
- Zahnfleischentzündungen
- Mundgeruch
- Aphten (schmerzhafte Mundbläschen)
- Irritationen der Mundschleimhaut
- Karies
- Parodontose
- Empfindliche Zahnhälse
Folgende homöopatischen Mittel lassen sich wie folgt einsetzen:
Arnica D 6 (Arnika)
Anzuwenden bei: übliche Dosierung: 3 x täglich 5 Globuli
- Wundschmerzen nach zahnärztichem Eingriff
- Schmerzen, Bluterguss, Schwellungen in Mund- Gesichtsbereich
Acidum nitricum D 12 (Salpetersäure)
Anzuwenden bei:
übliche Dosierung: 2 x täglich 5 Globuli
- Mundgeruch
- Speichelfluss
- Verletzte Mundwinkel
- Bläschen im Mund
Alumina D 12 (Aluminiumoxid)
Anzuwenden bei:
übliche Dosierung: 2x täglich 5 Globulii
- Schmerzhaftes Schlucken
- Trockene Mundschleimhaut
Arsenicum album D12 (weißes Arsenik)
Anzuwenden bei:
übliche Dosierung: 2 x täglich 5 Globuli
- Rötungen der Zunge
- Brennen der Zunge
Anzuwenden bei:
übliche Dosierung: 2 x täglich 5 Globuli
- weißliche Bläschen im Mund
- brennende Schmerzen im Mund
- anhaltende Entzündungen im Mund
Calcium phosphoricum D 12 (Calciumphosphat)
Anzuwenden bei:
übliche Dosierung: 2 x täglich 5 Globuli
- Karies
- Knochenrückgang
- Knochenrückgang bei Implantaten
Chamomilla D 12 (Kamille)
Anzuwenden bei:
übliche Dosierung: 2 x täglich 5 Globuli
- schmerzempfindliche Zähne
- Kälteempfindlichkeit der Zähne
Hypericum D6 (Johanniskraut)
Anzuwenden bei:
übliche Dosierung: 3 x täglich 5 Globuli
- neuralgische, anhaltende Zahnschmerzen
- Wundschmerzen nach zahnärztlichem Engriff
- strahlende Schmerzen im Bereich der Nerven
Kreosotum D6 (Buchenholzteer)
Anzuwenden bei:
übliche Dosierung: 3 x täglich 5 Globuli
- Anhaltende Zahnschmerzen
- Karies
- erhöhter Speichelfluss
Mercurius solubilis D12 (Quecksilber)
Anzuwenden bei:
übliche Dosierung: 2 x täglich 5 Globuli , 8-10 Tage lang
- entzündetes, sofort blutendes Zahnfleisch
Natrium chloratum D 12 (Kochsalz)
Anzuwenden bei:
übliche Dosierung: 2 x täglich 5 Globuli
- Mundtrockenheit, Xerostomie
- Starkem Durstgefühl
Nux vomica D12 (Brechnuss)
Anzuwenden bei:
übliche Dosierung: 2 x täglich 5 Globuli
- Zähneknirschen
- Empfindliche Zahnhälse
- Kältempfindlichkeit der Zähne
- Würgereiz
Silicea D12 (Kieselsäure)
Anzuwenden bei:
übliche Dosierung: 2 x täglich 5 Globuli
- Entzündetes Zahnfleisch
- Zurückgegangenes Zahnfleisch
- Fiusteln an Knochen und Zähnen
Staphisagria D6 (Rittersporn/Stephanskraut)
Anzuwenden bei:
übliche Dosierung: 3 x täglich 5 Globuli
Homöopathie bei Zahnungsbeschwerden
Im Alter von ca. 6 Monaten bekommen Kinder meist ihre ersten Zähne. Manche Kinder leiden sehr unter dem Zahnen. Es dauert in der Regel etwa 2 Jahre bis alle Milchzähne da sind.
Meist ab dem 7. Lebensmonat findet auch eine Nahrungsumstellung des Säuglings statt. Diese zwei Umstände können den Kindern sehr zusetzen.
Das Baby hat ein gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, der Kiefer schmerzt. Das Baby ist unruhig, bekommt Durchfall, hat einen wunden Hintern und manchmal auch etwas Fieber. Nachts schläft es unruhig wacht auf, und weint öfters. Tagsüber steckt das Baby Gegenstänge oder die Hand in den Mund und kaut darauf herum.
Hier können homöapathische Mitel helfen.
Bitte verabreichen Sie Ihrem Baby oder Kind niemals homöopathische Mittel ohne Absprache mit Ihrem Homöapathen oder Kinderarzt. Sie sollten Ihrem Kind nur Globuli und Tabletten verabreichen, da Tropfen einen hohen Alkoholgehalt haben.
Als Eltern können die Symptome Ihres Babys in der Zahnungsphase mit folgenden homöopatischen Mitteln lindern:
Belladonna D12 (Tollkirsche)
Einsatz bei folgenden Zahnungsbeschwerden:
- Stark entzündetes, gerötetes Zahnfleisch
- unruhiger Schlaf, Schlaflosigkeit
- Kopfdrücken in Kissen, Matraze, Bettgestell
Phytolacca D12 (Kermesbeeren)
Einsatz bei folgenden Zahnungsbeschwerden:
- das Baby neigt stark dazu auf allem herumzubeißen
Chamomilla D12 (echte Kamille)
Einsatz bei folgenden Zahnungsbeschwerden:
- Durchfall, Fieber, Krämpfe
- Blähungen, Bauchschmerzen
- Baby schreit sehr viel
Solllte Ihr Kind während der Zahnung mehrere Tage an Fieber leiden, und Sie sich nicht sicher sind ob die Zahnung die Ursache dafür ist wenden Sie sich bitte unbedingt an Ihren Kinderarzt und/0der Ihren Homöopathen!!!
Wie nimmt man homöopathische Arzneimittel ein?
In der Regel wird bei hohen Potenzen der
Substanz eine Anzahl von ca. 2
Globuli verabreicht. Bei und nach der Einnahme der Globuli sollte der Patient nichts anderes zu sich nehmen (Nahrung, Zigarettenrauch,...). Wenn die
Reaktion auf das Mittel nachlässt, wird eine
weitere Dosis verabreicht.
Bei der Verabreichung einer Substanz mit
niedriger Potenzierung kann eine k
ürzere Verabreichungsperiodeerforderlich sein.
Bei Flüssigkeiten sollte die Flasche, um eine gute Durchmischung zu sichern, gut geschüttelt werden.
Die
Wirkung erfolgt direkt nach dem Kontakt zwischen Arznei und Patient, dennoch ist eine direkte Bewusstseinsänderung oft nicht zu vernehmen. In der Regel wird bei akuten Fällen
Linderung innerhalb von Minuten erwartet und bei chronischen Krankheiten mit Tagen. Oft wird sich eine
deutliche Verbesserung zeigen, obwohl anfangs die Beschwerden des Patienten zugenommen haben.
Selbstbehandlung
Trotz einer großen Beliebtheit beim Volk, ist von einer
Selbstbehandlung mit homöopathischen Mitteln abzuraten, denn sie ist nicht unbedingt harmlos. Ärztliche Behandlungen könnten zu lange aufgeschoben werden oder die Therapie
chronischer Erkrankungen könnte gestört werden. Folglich sollte eine Selbsttherapie auf "kleine", akute Beschwerden beschränkt werden. Jede längere und ausführliche
homöopathische Behandlung sollte unter Aufsicht eines Arztes der Homöopathie stehen.
Gerade hochpotenzierte Mittel sind nicht für die Selbsttherapie geeignet.
Auf lange Sicht gesehen kann die Einnahme von
hochpotenzigen Substanzen unerwünschte Symptome erzeugen.
Lebensweise
Eine
gesunde und ausgewogene Ernährung ist in jedem Fall
förderlich für die Behandlung.
Die Behandlung kann schwer von einer ungesunden Ernährung, Stress oder einer anderen schwierigen Lebenssituation
negativ beeinflusst werden.
Einige
Substanzen können den Wirkungsgrat der Arznei verringern oder sogar stoppen. Hierzu gehören Substanzen wie zum Beispiel: Eukalyptus, Zahnpasta, Hustenbonbons, Pflegemittel, Kaffee, Salben mit Zink, Schwefel, Antibiotika, Cortison sowie andere Arzneimittel wie die Antibabypille und andere hormonbelasteten Medikamenten. Ebenso sind Röntgenaufnahmen, Computertomographien und Zahnbehandlungen schlechte Voraussetzungen für eine
erfolgreiche Behandlung. Eine
Rücksprache mit dem zuständigen Arzt ist hier erforderlich und ratsam.