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Mundgeruch

 

 

Ursachen

Therapie






Mundgeruch (Halitosis):
unangenehmer, schlechter Geruch des Atems

Ursachen


Die Ursachen des chronischen Mundgeruchs sind vielfältig. Meistens liegen die Gründe für Mundgeruch in der Mundhöhle selbst. Flüchtige Schwefelverbindugnen, die sich unter die ausatmende Atemluft mengen, führen zu Mundgeruch. Durch die bakterielle Zerstetzung von Nahrungsmittelresten oder totem Gewebematerial entstehen z.B.: Stoffe wie: Schwefelwasserstoff, Diaminopentan und/oder Methanthiol.

Auch der Nasen-Rachenraum spielt bei der Entstehung von Munderuch eine wichtige Rolle.

Geruchsmoleküle im Darm können in die Blutbahn aufgenommen und über die Lunge abgeatmet werden.
Vor allem geschieht dies, wenn die Bakterienbesiedelung der Darmschleimhaut geschädigt ist. Durch Gaben von Antibiotika oder Bestrahlung kann die Darmschleimhaut für alle möglichen Moleküle durchlässig werden, die normalerweise nicht durch die Darmschleimhaut gelangen können.

Mundgeruch, der hartnäckig ist und über Wochen anhält, sollte unbedingt vom Zahnarzt diagnostiziert und behandelt werden.


Ursachen von Mundgeruch im Körper:

Mundhöhle:

  • Mangelnde Mundhygiene (Zahnbelag)
  • schlechte Füllungs- und Kronentherapie
  • Karies, Wurzelreste
  • ungepflegte Prothesen
  • Nahrungs- und Genussmittel (z.B.: Knoblauch, Alkohol,...)
  • Parodontits
  • Schleimhautentzündungen und Geschwüre
  • Mundtrockenheit
  • Rauchen
  • Mundatmung
  • Schnarchen
  • bösartige Geschwüre und Tumore
  • Infektionen im Nasen- und Rachenraum
  • Nebenhöhlenentzündung


Speiseröhre / Magen:

  • Reflexe - Oseophagitis
  • Pilzinfektion
  • bösartige Tumore
  • chronische Gastritis
  • Übersäuerung
  • Untersäuerung
  • Infektion mit Helicobakter pylori


Allgemeinerkrankungen:

  • Diabetes mellitus
  • Nierenversagen
  • Leberzirrhose
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Verdauungsstörungen
  • chronische Verstopfung
  • Rhinititis (Nasensekret läuft in den Rachen)
  • Diät zur Gewichtsreduktion führen zu Acetongeruch
  • geringe Flüssigkeitsaufnahme

 


Therapie


In den meisten Fällen liegt die Ursache für Mundgeruch in der Mundhöhle, aus diesem Grund ist der erste Ansprechpartner bei Mundgeruch der Zahnarzt. Dabei werden Füllungen, Zahnfleisch Zähne und Kronen kontrolliert. Mundhygiene steht an erster Stelle (Zahnbürsten, Zahnseide, Zungenschaber) Die größte Menge der "Geruchsbakterien" sitzt auf dem Zungenrücken.
Desodorierende und antibakterielle Mundspüllösungen töten zuverlässig und ohne Nebenwirkungen die Bakterien im Mund ab, dies sollte man aber nur ca. zwei Wochen lang anwenden.

Der nächste Gang führt zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Dort werden Nase, Nasennebenhöhlen und Rachen untersucht.

Bei gleichzeitigem Vorliegen von Mundgeruch und Magen-Darm-Störungen sollte ein Internist oder ein Gastroenterologe aufgesucht werden.
Als weitere Möglichkeit sollten krankhafte Prozesse in den tieferen Atemwegen  (Bronchien, Lunge) ausgeschlossen werden.
Zuletzt sollte der Uruloge Störungen der Niere und der Harnwege abklären.

Chronischer Mundgeruch wird fast immer durch Pilze und Bakterien auf den entsprechenden Schleimhäuten hervorgerufen und sollte durch einen entsprechenden Abstrich oder evtl. Stuhlprobe in einem microbiologischem Fachlabor untersucht werden.
Die Therapie beginnt mit einer konsequenten und optimalen Mundhygiene mit regelmäßiger Benutzung von Zahnseide, Zahnbürste und Zungenschrubber zur täglichen Zahnreinigung. Auch diätische Maßnahmen sind sinnvoll. Die Therapie geht über die Beeinflussung der Psyche bis hin zur Operation einer Hiatus Hermie oder einer chronisch entzündeten Nasennebenhöhle durch den Chirurgen.

Der Mundgeruch lässt sich vielfach ganzheitlich mit homöopatischen Arzneien oder mit den Mitteln der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) (z.B.: Diäten, Kräuter und Akkupunktur) heilen oder vermindern.
Nur in den seltensten Fällen müssen Antibiotika eingesetzt werden. Die verursachenden Erreger müssen in diesem Fall genau erkannt und auf Resisitenzen getestet worden sein.

Oft neigen Betroffene zum Überdecken des üblen Geruchs Pfefferminzbonbons zu lutschen oder Kaugummi zu kauen. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen ist nur Vorrübergehend und kann bei Dauergebrauch Zahnkaries durch den enthaltenen Zucker, bzw. Durchfall durch den enthaltenen Zuckeraustauschstoff verursachen. So kann zwar kurzfristig übertönt, bzw. neutralisiert werden, doch auf lange Sicht sind dann Folgeschäden kaum auszuschließen.




Datum: 08.02.2008 17:39, Autor: Wilson
 
 
 
 
 
 
 
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