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Sauglunker in NEM/Palladiumbasis



 
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Jürgen



Anmeldedatum: 18.06.2008
Beiträge: 5
Wohnort: Salzgitter

BeitragVerfasst am: 18.06.2008, 18:18    Titel: Sauglunker in NEM/Palladiumbasis

Hallo Kollegen,
wer weiß Rat und kann helfen?
Seit einigen Wochen habe ich vermehrt starke Sauglunker in NEM und Palladiumbasislegierung, hauptsächlich im Bereich der Zwischenglieder. Nach dem Abstrahlen sieht der Guss noch ganz ordendlich aus, erst das Abtrennen der Gusskanäle offenbart einen stecknadelkopfgroßen Lunker ,der sich nach dem Anschleifen durch das halbe Zwischenglied zieht und gefährliche Kratertiefe aufweist. Mein 5mm dicker Gussbalken hingegen ist völlig massiv und es ist nach allen Regeln eingebettet und gegossen worden. Ich gieße mit offener Flamme(Sauerstoff/Propan) mit der Motorcast/Degudent.
Trotz meiner 30jährigen Erfahrung, weiß ich im Moment weder ein noch aus.
Ich bin für jeden Tipp dankbar und bedanke mich schon mal im Voraus.
Mit kollegialem Gruß
Jürgen Hülsmann
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aliasPAF
ZF-Administrator


Anmeldedatum: 15.02.2007
Beiträge: 211
Wohnort: Bad Wörishofen

BeitragVerfasst am: 18.06.2008, 19:28    Titel:

Eigentlich würde ich vermuten, dass die Muffel zu heiss vorgeheizt worden ist oder nicht genug Schmelzreservoir vorhanden war.
Beziehungsweise, dass zumindest der Zulauf vom Schmelzreservoir zu klein war und vorzeitig erstarrt ist.
Oder dass die Legierung zu heiss war.
Ich giesse selber mit offener Flamme und habe festgestellt, dass eine relativ weiche Flamme, also nur leicht rauschend und ca. 6-8mm Flammenkrone.
Aber kann ich mir nicht vorstellen, dass du nach 30 Jahren sowas falsch machst.

Haste mal versucht Kühlgitter gezielt anzubringen? So könntest du die Abkühlung lokal an den verbindungselementen beschleunigen, vielleicht hilfts.

Grüße zurück Wink
_________________
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Jürgen



Anmeldedatum: 18.06.2008
Beiträge: 5
Wohnort: Salzgitter

BeitragVerfasst am: 18.06.2008, 20:03    Titel:

Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Die Vermutung, dass die Legierung zu heiß ist, habe ich auch, zumal ich immer versuche, möglist scnell zu gießen, um die Muffel nicht zu kalt werden zu lasen... Degudent sagt, innerhalb von 45 Sekunden sollte gegossen werden. Allerdings habe ich eine recht schafe Flamme und werde dieses mal korrigieren. In letzter Zeit habe ich Kühlrippen an den Zwischengliedern angebracht... leider ohne Erfolg.
Ob es wirklich nur meine Flameneinstellung sein kann???
Gruß Jürgen
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aliasPAF
ZF-Administrator


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Beiträge: 211
Wohnort: Bad Wörishofen

BeitragVerfasst am: 19.06.2008, 16:37    Titel:

Legst du die Muffel in die Schleuder, bevor du die Legierung schmelzt?

Wie läuft dein Giessvorgang ab?
Bei mir:
Muffel und Tiegel vorheizen -> Tiegel in die Schleuder -> Legierung in Tiegel -> Legierung schmelzen -> wenn geschmolzen, dann Muffel aus dem Ofen und schnellstens abziehen -> FERTIG

Grüße
_________________
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Jürgen



Anmeldedatum: 18.06.2008
Beiträge: 5
Wohnort: Salzgitter

BeitragVerfasst am: 19.06.2008, 18:22    Titel:

Ja, genau --- die Muffel liegt während des Schmelzvorgangs in der Schleuder.

Mein Gießvorgang läuft so ab: Muffel und Tiegel(mit Legierung) vorheizen > Tiegel in die Schleuder > Muffel in die Schleuder > schmelzen > abziehen <> Fehlguss

Ich habe schon mal daran gedacht ( und werde es beim nächsten Guss auch tun) die Legierung vorzuschmelzen und dann die Muffel einzulegen, weiterschmelzen bis zum Gießen.

Komischerweise habe ich mit hochgoldhaltigen Legierungen nicht die geringsten Probleme
Viele Grüße Jürgen
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aliasPAF
ZF-Administrator


Anmeldedatum: 15.02.2007
Beiträge: 211
Wohnort: Bad Wörishofen

BeitragVerfasst am: 19.06.2008, 22:04    Titel:

Ich kann mir zwar nicht erklären, warum es Sauglunker an den Verbindungsstellen gibt, wenn man die Muffel schon vorher in die Schleuder legt, ABER:
wir gießen bei uns immer so, dass zwischen einlegen der Muffel und Abziehen der Schleuder so wenig Zeit wie möglich vergeht. Ich hohl mir einfach einen Kollegen, der mir im richtigen Moment (auf mein Kommando) die Muffel aus dem Ofen nimmt und einlegt.

Wir haben zwar bei Stahlgüssen hin und wieder beschissene Oberflächen (bei Sekundärteilen) und auch schon mal ein paar Sauglunker, wenn zum Beispiel ein Brückenglied 6er Vollguss ist. Aber im groben und ganzen klappts ganz gut. Vor allem Modellguss kommt bei uns super raus.

Grüße
_________________
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Jürgen



Anmeldedatum: 18.06.2008
Beiträge: 5
Wohnort: Salzgitter

BeitragVerfasst am: 20.06.2008, 16:31    Titel:

Interessiert diese Thematik keinen weiteren Techniker, oder ist hier immer so wenig los???
Gruß und schönes WochenendeJürgen
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manled



Anmeldedatum: 20.06.2008
Beiträge: 2
Wohnort: 97421 Schweinfurt

BeitragVerfasst am: 20.06.2008, 19:42    Titel: Sauglunker

http://www.sabath-dentalforschung.de/
http://www.bredent.com/de/bredent/products/100/

sieh mal auf diesen Seiten nach, ich arbeite nach Andreas Sabath bereits seit über 25 Jahren und habe NUR fehlerfreie Güsse. Sauglunker kenne ich seitdem nicht mehr. Die wichtigsten Punkte sind Spülköpfe, Abluftkanäle und die Lage in der Muffel: heisse Zone - kalte Zone ! Ich giesse auch seit zig Jahren mit Motorcast und Flamme. (Die Flamme so kalt wie möglich, auf keinen Fall zu scharf)

M.Lederer
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Jürgen



Anmeldedatum: 18.06.2008
Beiträge: 5
Wohnort: Salzgitter

BeitragVerfasst am: 21.06.2008, 15:25    Titel:

Danke für den Tipp!
Ich werde mir die Sabath-Technik in jedem Fall genauer ansehen. Muss ich dann mein gesamtes Muffel- und Einbettsystem umstellen, oder reicht es, die verlorenen Köpfe und Spülköpfe von Bredent zu beziehen. Das Buch von Sabath kostet stolze 75€, ist der Ringordner billiger?
Ist noch jemand von der Sabath-Technik begeistert, und warum?

Also, bis dann und herzliche Grüße Jürgen
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