zahnfocus24.de Foren-Übersicht
SuchenSuchen MitgliederlisteMitgliederliste
Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen
ProfilProfil LoginLogin
RegistrierenRegistrieren
zahnfocus24.de

Teiprothese im Oberkiefer kippelt beim Kauen, normal?



 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    zahnfocus24.de Foren-Übersicht -> Patientenfragen direkt an den Expertenrat
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
lili



Anmeldedatum: 20.11.2008
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 20.11.2008, 17:40    Titel: Teiprothese im Oberkiefer kippelt beim Kauen, normal?

Guten Tag!

Im Januar wurden mir Zähne gezogen und leider brauche ich eine Teilprothese im Oberkiefer. Rechts ersetzt sie 4 Backenzähne und das Geschiebe ist an einer Krone befestigt, links ersetzt sie 2 Backenzähne das Geschiebe ist an einer Brücke befestigt.
Die erste Version hatte verschiedene Macken, u.a. der Biss stimmte nicht und sie kippelte, schon wenn ich mit der Zunge dagegen drückte. Mein Zahnarzt sagte immer wieder, das sei nun mal so, Implantate wären eben besser gewesen.
Nach langem hin und her bot er mir an, alles zu erneuern, wenn ich nicht klar komme.
Gesagt , getan. Nun habe ich vor ein paar Wochen eine neue Konstruktion, der Zahnarzt meint, eine besonders gute. Vorher waren so kleine Gummipuffer drin, jetzt ist es etwas mit kleinen Schrauben zum fester stellen.
Es ist zwar besser, aber beim Kauen kippelt sie , d.h. wenn ich rechts kaue, geht sie links leicht runter und umgekehrt. Auch diesmal sagt der Zahnarzt, damit müßte ich leben. (Er versuchte einmal die Schrauben fester zu stellen, da bekam ich die Teilprothese nicht mehr raus).
Zum einen ist es ziemlich unangenehm, zum anderen weiß ich nach der ersten Erfahrung einfach nicht mehr, was ich glauben soll. Ich befürchte auch, dass neben dem unangenehmen Gefühl beim Kauen diese mechanische Belastung negative Auswirkungen auf meine verbleibenden Zähne hat, die so wichtig sind!!!
Nun hier 2 Fragen dazu:
1. darf eine Teilprothese überhaupt (von Anfang an) kippeln?
2. muss ich die Mehrkosten (weil es jetzt eine teurere Version ist), bei einer Reklamation bezahlen, obwohl ich vorher darüber nicht informiert wurde?
Im Voraus schon einmal vielen Dank!
Ich bin ziemlich verzweifelt und bin froh, dass es so ein Expertenteam wie Sie gibt, an das ich mich wenden kann!
Mit freundlichen Grüßen
lili
Nach oben
aliasPAF
ZF-Administrator


Anmeldedatum: 15.02.2007
Beiträge: 211
Wohnort: Bad Wörishofen

BeitragVerfasst am: 20.11.2008, 19:10    Titel:

Hallo Lili,

Wenn ich das richtig verstehe, sieht Ihre Teilprothese so aus:
2 Freiendsätteln (also nach hinten frei, ohne Halteelement) worauf die Zähne befestigt sind
jeweils nach vorne hin befestigt mit einem Geschiebe
und diese Sättel sind durch ein Gaumenband (flache Metallverbindung, silbern) mit einander verbunden.

Diese Situation bringt im Allgemeinen eine statisch ungünstige Kippachse mit sich.
Beim Kauen wird die eine Seite belastet, also nach unten gedrückt und zugleich wirkt diese Kraft auf der anderen Seite umgekehrt nach oben. Diese Umkehr der Kraft ist bedingt durch die Kippachse. Um diese Kraft auszugleichen und die Prothese zu verankern, sind die Geschiebe angebracht worden. Diese können aber auch nur bis zu einem gewissen Maße diese Kraft neutralisieren und wie sie schon erwähnt haben, wenn die Geschiebe zu straff eingestellt sind, bekommt man die Prothese nicht mehr richtig aus dem Mund.

Trotz alledem sollte die Prothese nicht kippeln, wenn man blos mit der Zunge dran kommt und bis zu einem bestimmten Kaudruck sollte da auch sonst nichts kippeln. Eventuell sind die Kunststoffzähne nicht ideal aufgestellt.

Wenn die Zähne zu weit nach außen, in Bezug auf die Kieferkammmitte (rote Striche), aufgestellt worden sind, dann liegt der Drehpunkt ungünstiger weise direkt auf der Kieferkammmitte. So wird das Kippen der Prothese begünstigt.

In jenem Fall würde eine einfache Korrektur der Aufstellung schon Abhilfe bringen. Diese Umstellung wird in der Regel nur kurze Zeit in Anspruch nehmen:
- Modelle machen 1Std.
- Artikulieren 30 min.
- Zähne ausschleifen und umstellen pro Zahn ca. 10min = 1Std bei 6 Zähnen
- ausmodellieren und neuen Kunststoff einlaufen lassen 40min.
- fertig ausarbeiten 35min.

Also müssten Sie bei guter Absprache von Zahnarzt mit dem Zahntechniker ca 3,5 Std. auf Ihre Prothese verzichten. Rechnen Sie aber mit etwas länger, weil ja noch Abdrucknahme, Lieferung zum Zahntechniker und etwas Zeit für eventuelle Unvorhersebarkeiten eingerechnet werden sollte. 6 Stunden sind denke ich ab der Abdrucknahme angebracht.

Wenn es nicht daran liegen sollte, fällt mir dazu nur noch ein, das gute Stück mal unterfüttern zu lassen ,damit der Prothesensattel direkt auf der Schleimhaut aufliegt und so schon mal vom Zahnfleisch gestützt werden kann. Dies benötigt in der Regel einen Tag.

Sollte dies alles nicht helfen, sollten Sie mit Ihrem Zahnarzt besprechen, ob es nicht noch eine Möglichkeit gibt, einen zusätzlichen Stützpfeiler zu gewinnen. Dies muss aber an der jeweiligen Situation besprochen werden.

Mit freundlichen Grüßen
_________________
Auge um Auge - Zahn um Zahn
Nach oben
ZA.Müller
ZF-Experte


Anmeldedatum: 24.08.2007
Beiträge: 111
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 21.11.2008, 10:47    Titel:

ich kann mich dem Vorredner nur anschließen. Eine Teil-Prothese, egal wie sie gestaltet sein mag, sollte nicht kippeln....!!!!!Die Aussage Ihres Behandlers, dass man damit leben muss und Implantate nun mal besser sind, halte ich für eine Frechheit! so viel Komfort muss sein, dass Sie damit essen können!!!
zum einen: NEIN, Sie müssen die Mehrkosten, die entstanden sind, nicht tragen, wenn Sie weder informiert worden sind, noch etwas unterschrieben haben!( Heil- und Kostenplan/ Mehrkostenvereinbarung)
zum zweiten: beanstanden Sie erneut die nicht passende Prothese, lassen Sie sie, wie der Vorredner empfiehlt, bitte unterfüttern. Ihr Zahnarzt ist verpflichtet zwei Jahre Garantie auf den Zahnersatz zu gewähren.
Haben Sie das Vertrauen in Ihren Zahnarzt allerdings gänzlich verloren, wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse und "fordern" einen Termin beim Beratungszahnarzt Ihrer Krankenkasse. Die sind dafür da, wenn es Probleme mit dem neuen Zahnersatz gibt und sie sich nicht mit dem Zahnarzt einigen können. Es kann durchaus sein, dass der Beratungszahnarzt einen Behandlungsfehler entdeckt und Sie die Möglichkeit haben sich bei einem anderen Zahnarzt neuversorgen zu lassen.
ich wünsche Ihnen viel Erfolg und besseren Komfort!
Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    zahnfocus24.de Foren-Übersicht -> Patientenfragen direkt an den Expertenrat Alle Zeiten sind GMT
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de