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Schmerzen nach Einsetzen von Zirkonoxid-Kronen



 
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anna37



Anmeldedatum: 03.03.2009
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 03.03.2009, 11:05    Titel: Schmerzen nach Einsetzen von Zirkonoxid-Kronen

Guten Tag, mir wurden im Dezember 2008 2 Kronen im linken Oberkiefer (6er/7er) und 2 Kronen vorn (Schneidezähne) zunächst provisorisch eingesetzt. Die Gründe hierfür waren Kariesbefall mit Schmerzen im Oberkiefer, Goldkronen bestanden hier bereits, wurden nun entfernt und durch Keramik ersetzt. Die Schneidezähnen waren durch eine Verletzung in der Kindheit beschädigt, wurden mehrfach mittels Füllungen repariert, wurden allmählich unansehnlich, aber schmerfrei. Mehrere Zahnärzte rieten mir zu einer Überkronung. Nach dem Abschleifen der Zähne und Einsetzen der Provisorien empfand ich verstärkte Schmerzen im 6er, die sich aber besserten, nachdem die Keramikkronen - auch wieder provisorisch - eingesetzt wurden. Nach ca. 2 Wochen kam es zum Zusammenbruch der 6er Krone. Starke Schmerzen setzten ein. Der Zahn wurde am Wochenende notdürftig geflickt, mein ZA setzte am Montag wieder ein Provisorium ein, eine neue Krone wurde gefertigt. Inzwischen sind alle Kronen - fest - eingesetzt, aber die Schmerzen werden immer schlimmer. Nun auch zunehmend in einem der Schneidezähne. Der ZA gab mir zur Entlastung eine Beissschiene für nachts, was die Schmerzen aber durch den Druck auf die Zähne nur verschlimmert. Der nächste Schritt von seiner Seite ist die Wurzelbehandlung, die ich auf jeden Fall vermeiden möchte. Was kann ich noch tun?
Vielen Dank im voraus für Ihre Hilfe!
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ZA.Müller
ZF-Experte


Anmeldedatum: 24.08.2007
Beiträge: 111
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 03.03.2009, 11:38    Titel:

vorab ist abzuklären, wie die zähne weh tun.
also auf heiss,kalt, süss, sauer oder einfach so ohne jegliche reize?
2. wie sind die schmerzen? dauerhaft, kommend und gehend, pulsierend, pochend, unterschwellig immer mal wieder da?....
wenn es um verstärkte empfindlichkeiten der zähne geht, die nur auf reizeinflüsse, wie kalte getränke, entstehen, ansonsten aber nicht auftreten, können diese empfindlichkeiten behandelt werden mittels lacken gegen die überempfindlichkeiten, ozontherapie oder diodenlaser, sind die schmerzen aber dauerhaft vorhanden, kommen in wellenartigen anfällen, ist die wurzelbehandlung wahrscheinlich unumgänglich.
es ist durchaus denkbar, dass ihre zähne den einsetzzement nicht verkraftet haben, keramikkronen werden meist nicht konventionell zementiert sondern chemisch mit kunststoff"zementen" befestigt. es kommt vor, dass die chemischen stoffe tief in der zahnsubstanz eingedrungen sind ( wenn beispielsweise wenig zahnsubstanz vorhanden war, der nerv bereits in direkter nähe war o.ä.) und den nerv irreversibel geschädigt haben. ich verstehe nur zwei dinge nicht: warum wurden die kronen provisorisch eingesetzt? ich setze vollkeramik NIE provisorisch ein.
warum wurden im seitenzahnbereich vollkeramische kronen angefertigt, wenn bekannt ist, dass sie knirschen oder pressen? vollkeramik ist in solchen fällen vollkommen kontraindiziert!!! und vor allem völlig unnötig, da die ästhetik in diesem bereich eine absolut untergeordnete rolle spielt.
nochmals: sind die schmerzen dauerhaft vorhanden und pulsierend, iast eine wurzelbehandlung nicht zu umgehen!
die lacke( fluoridbasis) laser und ozon wirken natürlich besser direkt auf den zahnstümpfen als nur am rand der restaurationen appliziert, im zweifelsfall also kronen runter und die sensibilitäten an den zähnen behandeln.
viel erfolg!
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anna37



Anmeldedatum: 03.03.2009
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 03.03.2009, 12:30    Titel: Schmerzen nach Einsetzen von Zirkonoxid-Kronen

Guten Tag Frau Müller, vielen Dank für Ihre prompte Antwort. Die Schmerzen im hinteren Oberkiefer treten vor allem bei Kälte, beim Kauen und nachts auf. Dann so stark, dass ich ein Schmerzmittel nehmen muss. Der Schmerz ist pochend, ziehend, stechend. Vorn hatte ich zunächst keine Schmerzen, dann reagierte ich auf Luftzug und Kälte, nun habe ich fast dauerhaft einen leicht ziehenden Schmerz. Im nachhinein denke ich, dass hier ein Veneer gereicht hätte, was wohl zahnerhaltender ist. Ich wurde aber diesbezüglich nicht hinreichend vom ZA beraten. Der ZA in der Notfallpraxis betonte wie Sie, dass er eine Vollkeramikkrone nie provisorisch einsetzen würde. Gibt es Ihrer Meinung nach Möglichkeiten, rechtlich gegen den Arzt vor zu gehen?

Herzlichen Gruß
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ZA.Müller
ZF-Experte


Anmeldedatum: 24.08.2007
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BeitragVerfasst am: 03.03.2009, 13:16    Titel:

also mit rechtlichen schritten kommen sie ja jetzt erst mal nicht weiter... zudem ist das nicht nur sehr schwierig sondern auch fast aussichtslos gegen den zahnarzt vorzugehen.
erst mal ist wichtig, dass sie schmerzfrei werden. schmerzen beim kauen können auch deshalb enstehen, wenn die krone zu hoch ist. die sensibilität kann dadurch auch gesteigert werden.
ACHTUNG: lassen sie keinen anderen zahnarzt an der krone rumschleifen!!!! wenn ein anderer kollege dies tut ist ihr behandlender zahnarzt ausser jeglicher haftung ebenso wie aus der 2 jahres-gewährleistung!
suchen sie ihren zahnarzt auf und besprechen die problematiken die sie haben und auch ihren unmut. ob nun veneer oder krone, gut, das lässt sich nachträglich nicht mehr eruieren und ändern. falls sie kein vertrauen mehr in ihren zahnarzt haben und gesetzlich versichert sind, wenden sie sich an den vertrauenszahnarzt ihrer krankenkasse. der kann ihnen zwar nicht gegen die schmerzen helfen, aber er kann beurteilen, ob die krone undicht ist und die zähne deshalb empfindlich sind. er kann veranlassen, dass der zahnarzt nachbessern muss. er kann dann auch im zweifelsfall zustimmen, dass sie den behandler wechseln können und ein anderer zahnarzt neue kronen, nach welcher vorbehandlung auch immer, erneuern darf!
nichts desto trotz, sprechen sie zuerst mit ihrem behandler, er ist verpflichtet nachzubessern, bestehen sie darauf, dass er versucht ihre zähne OHNE wurzelbehandlung zu retten. dafür müssen die kronen( hinten) aber runter und neue provisorien drauf! vorne dürfte es ausreichen, dass mit fluoridlack oder weiterführenden maßnahmen wie ozon etc. eine desensibilisierung erreicht wird.
wenn ihr zahnarzt nicht bereit ist die kronen hinten oben zu entfernen wenden sie sich bitte an den zahnarzt der krankenkasse.
wenn sie privatversichert sind, ist der ganze prozeß deutlich schwieriger, dann müssten sie sich einen privatgutachter suchen und auch selbst bezahlen, dann können sie allerdings sofort den behandler wechseln, falls sich der jetzige querstellt.
ich wünsche ihnen viel erfolg.
als schmerzmittel für die vorübergehende zeit empfehle ich ihnen ibuprofen, denn es wirkt entzündungshemmend, falls es sich tatsächlich um mehr als eine vorübergehende empfindlichkeit handelt.
gute besserung!
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anna37



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BeitragVerfasst am: 18.03.2009, 07:34    Titel:

Hallo Frau Müller,

inzwischen wurde auf meinen Wunsch hin die 6er Krone entfernt und zunächst wieder das Provisorium eingesetzt. Die Schmerzen sind dort tatsächlich verschwunden. In den Schneidezähnen verspüre ich weiterhin ziehende Schmerzen, ein Gefühl als lägen die Stümpfe frei. Der ZA kennt sich mit den von Ihnen vorgeschlagenen Massnahmen nicht aus, er hat einmal SmartProtect auf die Vorderzähne geschmiert. Es ist ein aushaltbarer, aber unangenehmer Zustand. Der Arzt schlägt nun vor, auch diese Kronen zu entfernen und statt dessen konventionelle Kronen mit einem Metallkern ein zu setzen. Das würde bedeuten, dass die Zähne erneut angeschliffen würden, wovor mir natürlich graut. Einen Gutachter habe ich eingeschaltet, habe aber noch keinen Termin bekommen. Mein ZA ist, als er erfuhr, dass ich einen Gutachter konsultieren werde, schlichtweg ausgeflippt und fühlte sich hintergangen. Soweit der aktuelle Stand.

Herzlichen Gruß
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ZA.Müller
ZF-Experte


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BeitragVerfasst am: 18.03.2009, 07:50    Titel:

hmm, es war vielleicht nicht ganz so günstig mit dem zahnarzt und dem gutachter der krankenkasse gleichzeitig zu reden.... zuerst versucht man sich immer erst mal mit dem zahnarzt zu einigen. wie ich sehe, hat er ja auch bereits erste maßnahmen ergriffen... also ob jetzt auf die frontzähne unbedingt kronen mit metallkern müssen.... das denke ich nicht. es reicht sicherlich aus, dass die kronen abgenommen werden, die zahnstümpfe therapiert werden ( desensibilisiert werden) um dann ( natürlich nachpräpariert werden müssen) neue kronen anzufertigen. es kommt auch immer darauf an, WOMIT die kronen eingesetzt werden. ich bevorzuge relyX ( Fa. 3M ESPE) da es meist keine postoperativen sensibilitäten nach dem einsetzen der kronen gibt!

weiterhin viel erfolg!
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anna37



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BeitragVerfasst am: 25.04.2009, 15:04    Titel:

Guten Tag Frau Müller,

ich wende mich heute erneut an Sie, da ich inzwischen bei dem Gutachter war und ein neues Problem aufgetaucht ist. Es wurde mittels Röntgenbild festgestellt, dass der 7er im Oberkiefer, der als einziger Zahn keine Schmerzen verursachte, da er bereits wurzelbehandelt ist, eine apikale Aufhellung zeigt. Der Gutachter meinte, dieser Zahn müsste erneut gründlich wurzelbehandelt werden. Mein ZA allerdings ist der Ansicht, dies wäre nicht nötig, solange der Zahn keine Beschwerden macht. Es ist nun so, dass alle Kronen neu angefertigt werden sollen. Was soll ich tun? Soll ich die Wurzelbehandlung vornehmen lassen, da ja eventuell ein Herdgeschehen vorliegt. Oder sollte man den Zahn lieber in Ruhe lassen? Vielen Dank für Ihre Hilfe!
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ZA.Müller
ZF-Experte


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BeitragVerfasst am: 27.04.2009, 06:51    Titel:

wenn dort ein prozeß im gange ist, sollten sie die wurzelbehandlung auf jeden fall machen lassen! achtung, das ist an diesem zahn ( hat schon eine wurzelbehandlung und ist der letzte zahn) laut kassenrichtlinien KEINE kassenleistung mehr!
den zahn in ruhe zu lassen ist keine gute idee! diese entzündung an der wurzelspitze breitet sich aus und kann auch den nachbarzahn infizieren! das würde eine wurzelbehandlung auch für den 6er bedeuten.... das ist nicht in ihrem sinne, denke ich mal!
kosten für die wurzelbehandlung liegen zwischen 350 und 700 euro etwa!
ich freue mich für sie, dass sie eine neue kronenversorgung erhalten, damit die schmerzen beseitigt werden können! viel erfolg und gutes gelingen. es wäre im übrigen ratsam für die wurzelbehandlung einen spezialisten aufzusuchen!....
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anna37



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BeitragVerfasst am: 03.07.2009, 19:17    Titel:

Guten Tag Frau Müller,

meine Geschichte hat leider immer noch kein gutes Ende gefunden. Ich habe weiterhin Probleme mit meinen Frontzähnen, schlimmer denn je. Nachdem die geklebten Zirkonoxidkronen entfernt wurden, wurden die Schmerzen stärker. Es ist nun ein ständiges Ziehen und Druckgefühl, nicht so schlimm, dass ich ein Schmerzmittel nehmen müsste, aber doch sehr unangenehm. Es war zunächst für ca. 3 Wochen ein Provisorium drauf und wurde nach ca. 2 Wochen von den Beschwerden her besser, bzw. zeitweilig spürte ich gar nichts mehr. Dann setzte der ZA die neuen Kronen wieder provisorisch ein, falls die Schmerzen wieder kommen. Sie kamen wieder. Der ZA "droht" nun mit Wurzelbehandlung, etwas anderes fällt ihm nicht ein. Ich bin ziemlich verzweifelt, habe Ängste und bin psychisch extrem belastet. Habe noch die Hoffnung, dass sich die Zähne beruhigen. (Kann ich Ihrer Meinung nach diese Hoffnung noch haben?) Kann es sein, dass die Zähne einfach nur gereizt sind durch dieses ständige Hin und Her, aber nicht unbedingt substantiell geschädigt sind? Ansonsten werde ich auf alle Fälle, auch auf eigene Kosten, den Behandler wechseln und versuchen eine Schmerztherapie zu bekommen. Ich habe übrigens heute eine Bekannte getroffen, die mit diesem ZA eine ähnliche Odyssee hinter sich hat...

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
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ZA.Müller
ZF-Experte


Anmeldedatum: 24.08.2007
Beiträge: 111
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BeitragVerfasst am: 06.07.2009, 08:06    Titel:

also die hoffnung stirbt zuletzt!
wenn die scherzen zeitweilig aufhören, ist das ein gutes zeichen!!!
man kann die zähne mit ozon ( healozone, infos auf meiner homepage) und sog. desentizisern beruhigen, auch eine lasertherapie kann helfen um die zähne sozusagen zu "verglasen", d.h. die freiliegenden dentinkanälchen werden verschlossen, das macht vermutlich die probleme!!!
werden die schmerzen stärker, pulsierender, klopfender, dann steht wahrscheinlich eine wurzelkanalbehandlung an. ich hoffe dies ist zu vermeiden! es kann sein, dass durch die vielen invasiven maßnahmen die zähne einfach stark gereizt sind, warten sie aber bitte noch etwas ab.
unterstützend, entzündungshemmend können sie phlogenzym.dragées einnehmen, das hilft meist sehr gut!
es tut mir leid, dass sie so viel ärger und zusätzliche kosten bzgl. ihrer zahnbehandlung haben...
ich hoffe es kommt dennoch alles i. o. ohne wurzelbehandlung an den frontzähnen!
viel erfolg!
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