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Zahnfleischrueckgang



 
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Claudia



Anmeldedatum: 04.11.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 07.11.2007, 14:32    Titel: Zahnfleischrueckgang

Sehr geehrte Damen u. Herren,

aufgrund der Nichtanlage von Zaehnen (u.a. der seitlichen Schneidezaehne oben) habe ich vor 16 Jahren Bruecken erhalten. Nun ist das Zahnfleisch zurueckgegangen u. die Optik daher nicht sehr schoen. Ich (33) habe mittlerweile neue Bruecken erhalten (zunaechst einmal ein Kunststoffprovisorium). Leider geht das Zahnfleisch immer noch etwas zurueck - der Zahnarzt sagt, es liegt am Knochenrueckgang des nicht belasteten Knochens; das Zahnfleisch folgt dem Knochen. Trotz allem moeche ich natuerlich tun, was moeglich ist, um mein Zahnfleisch zu unterstuetzen.
Im Forum habe ich gelesen, dass Sie u. a. zur einer Zinkgabe u. zu zu einer Hochdosis Vitamin C raten. Ich hatte hierueber auch schon in einem anderen Forum etwas gelesen. Ein Patient (ich muss hinzufuegen: Raucher) hatte 6 g Vitamin C zu sich genommen u. geschrieben, er haette foermlich sehen koennen, wie das Zahnfleisch - das sich bei ihm durch eine Paradontose zurueckgebildet hatte - wieder nachwuchs. Jedoch habe ich auch im Internet gelesen, dass zu hohe Vitamin C-Gaben zu Nierenproblemen fuehren.
Meine Fragen nun:
1.: In welcher Hoehe u. Dauer empfehlen Sie Vitamin C?
2. Was halten Sie von Vitamin C im Drogeriemarkt oder wuerden Sie generell Vitamin C nur in Apotheken kaufen. (Eine Apothekerin sagte mir, dass das Vitamin C aus der Apotheke - was ja auch teurer ist - besser vom Koerper aufgenommen werden kann.)
3. Gibt es Moeglichkeiten, durch Akupressur, Bachblueten, Homoeopathie oder Fussreflexzonenmassage oder andere alternative Medizin das Wachstum von Zahnfleisch anzuregen?
4. Nach Einsatz des Langzeitprovisoriums ist an einem ueberkronten Schneidezahn eine Reizung aufgetreten. Auch Beschleifen des Provisoriums hat keine Besserung gebracht. Der Zahnarzt meinte nun, dass die biologische Breite schon beim alten Zahnersatz verletzt war. Er hat deshalb etwas Knochen von dem Stumpf gekratzt. Dies hat jedoch auch keine Besserung gebracht. Der Zustand dauert nun schon seit drei Monaten an. Nun habe ich irgendwo gelesen, dass sich Knochen u. Zahnfleisch so lange zurueckbilden, bis wieder die korrekte biologische Breite erreicht ist. Gibt es noch andere Moeglichkeiten der Behandlung. Ich moechte natuerlich verhindern, dass sich noch mehr Zahnfleisch abbaut.
5. Ich nehme zur Zeit ein Medikament, dass u. a. auch Mundtrockenheit als Nebenwirkung hat. Kann dies auch zu Zahnfleischrueckgang fuehren. Mein Zahnarzt meinte, nur, wenn so gut wie gar kein Speichel mehr gebildet wird.

Ueber eine Antwort wuerde ich mich sehr freuen!
Mit freundlichen Gruessen,
Claudia Maas
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ZA.Müller
ZF-Experte


Anmeldedatum: 24.08.2007
Beiträge: 111
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 08.11.2007, 08:07    Titel:

VitaminC unterstützt die Durchblutung des Zahnfleisches positiv, kann aber selbst in hohen Dosierungen nicht den Zahnfleischrückgang verhindern, wenn die Mundhöhlenflora nicht gesund ist.
Bei Vitamin C ist zu beachten, dass es ein wasserlösliches Vitamin ist, und jede "Über"-Dosis sofort ausgeschieden wird, eine einmalige Tagesdosis mehrerer Gramm Vit.C reicht deshalb nicht aus, um die positiven Effekte auszunutzen. Der Körper verwertet nur die Menge VitaminC die er in diesem Moment benötigt! zu hohe Einzeldosen Vit.C führen zu Nierensteinen. Deshalb hat die Apothekerin nicht unrecht, wenn sie sagt, das teurere Vit.C wird besser vom Körper aufgenommen, denn:
bspw. Cetebe (plus Zink) gbit über den Tag kontinuierlich und wohldosiert Vit.C an den Körper ab! Da lohnt sich wirklich die Investition in ein hochpreisiges Produkt!
Dass Ihr Zahnfleisch zurückgegangen ist, kann beispielsweise auch daran liegen, dass die alte Brücke Reizungen verursacht hat, durch das Metallgerüst. I.d.R. liegt ein kleiner Metallrand der nicht von Keramik ummantelt ist unterhalb des Zahnfleischsaumes. Wenn das Metall durch seine materialbedingten Eigenschaften ( Aufbrennen der Keramikverblendung) einer leichten Korrosion unterliegt, kann dies zu Zahnfleischreizungen und damit Zahnfleischrückgang führen ( permanente Entzündungsreaktion)
Auch Ihr derzeitiges Kunststoffprovisorium kann zu Reizungen führen die nicht an der Gestaltung des Provisorium liegen, sondern in der Materialeigenschaft (die Basis dieser Provisorienkunststoffe ist Polymethylmetacrylat und es setzten sich durch den Speichel sog. Restmonomere frei, die zu Zahnfleischreizungen führen können)
Wichtig wäre für Sie beispielsweise eine Materialtestung, ob sie ein gewisses allergisches Potential auf die verwendeten Materialien haben.
Mann kann die endgültige Versorgung auch rein aus Keramik gestalten ( 100% biokompatibel und hochästhetisch).! Sprechen sie Ihren behandelnden Zahnarzt auf diese Versorgungsmöglichkeit an...
Lassen sie sich beim Heilpraktiker oder Dermatologen auf die Verträglichkeit der Materialien testen UND
sorgen sie für eine optimale Mundhöhlenflora!
d.h.
keine aggressiven Mundspüllösungen( die meisten enthalten sehr viel Alkohol was zur Austrocknung der Schleimhäute führt und alle Bakterien eliminiert, was ungünstig ist!)
massieren Sie Ihr Zahnfleisch mit der Zahnbürste von rot nach weiss, also vom Zahnfleisch zum Zahn, benutzen sie keine rotierenden(!!!!!!) elektrischen Zahnbürsten!!!!!!!
gehen sie mindestens zwei mal im Jahr zur professionellen Zahnreinigung bei Ihrem Zahnarzt, damit die Beläge die sich unterhalb des Zahnfleischrandes ansammeln und von Ihnen häuslich nicht entfernt werden können, eliminiert werden.
reinigen Sie Ihre Zunge( dort sammeln sich die meisten Bakterien an) bitte nicht die Zahnbürste dazu verwenden, sondern einen speziellen Zungenreiniger( ohne Borsten)
lassen Sie ggf. eine parodontale Problemtik im Gesamtgebiss von ihrem Zahnarzt ausschliessen, evtl. einen Parodontalkeim-Test durchführen, es könnte sein, dass Sie bestimmte aggressive Keime in der Mundhöhle haben.
Um selbst etwas zu unternehmen rezeptiere ich meinen Patienten eine von mir zusammengestellte Tinktur, die täglich ins Zahnfleisch mit dem Finger oder einem Wattestäbchen einmassiert wird.
Sie können sich diese Tinktur in der Apotheke mischen lassen:
Arnica Urtinktur 1 ml
Calendula Urtinktur 1ml
Myrrhe Urtinktur 1ml
gelöst in 10 ml Alkohol ( mind. 80%)


ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.....
herzliche Grüße, ZÄ Müller
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Nikita



Anmeldedatum: 16.03.2008
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 16.03.2008, 18:33    Titel: Rückgang des Zahnfleisches

Hallo,

ich bin 29 Jahre und habe seit diesem Januar/Februar auch ein drastisch schnelles Zurückgehen meines Zahnfleisches entdeckt.

Habe bisher keinerlei Probleme mit meinen Zähnen oder Zahnfleisch gehabt! Doch plötzlich habe ich im Januar/Februar entdeckt, dass an einem Eckzahn das Zahnfleisch deutlich zurückgegangen war. Angekündigt hatte sich dies mit Zahnfleischschmerzen und Bluten. Habe die Stelle mit entspr. Tinkturen behandelt und kurzfristige Besserungen erzielen können. Doch dauerhaft nichts erreicht. Dann sah ich plötzlich mit Erschrecken wie weit das Zahnfleisch schon zurückgegangen war. Ein Zahnarztbesuch ergab: keine Parandontose doch zu starkes Zähneputzen könnte evtl. der Grund sein. Ich solle mir eine elektr. Zahnbürste kaufen.

GEsagt, getan. Jetzt putze ich seit Februar mit einer Ultraschallzahnbürste. Doch oh Schreck, der Rückgang des Zahnfleisches trat an immer mehr Zahnhälsen auf - mal mehr, mal extrem stark, mal weniger.

Ein erneuter Zahnarztbesuch ergab: keine Paradontose. Grund ?? Möglichkeit der Behandlung: Lippenbändchen entfernen/trennen und Transplantationen vom Gaumen, um die freien Zahnhälse zu schließen. Doch dies würde bei den meisten Fällen nicht dauerhaft sein und müsse dann immer wiederholt werden.

Ein anderes Problem, ich putze meine Zähne super vorsichtig und entdecke immer mehr "schmtzige" Stellen an den schon freiliegenden Zahnhälsen...

Nun frage ich mich, was ist wirklich der Grund:
- falsche Ernährung und evtl. zu viel Zucker?
- Calciummangel, Vitaminmangel o. ä.? (Bin aber sonst topfit!)
- weiterhin falsches Zähneputzen trotz Ultraschallzahnbürste?
- Weglassen der Zahnseide seit Benutzen der Ultraschallzahnbürste?
- mein starkes Zähneknirschen/Pressen in der Nacht?

Und noch viel wichtiger: was kann ich tun, um den Rückgang zu stoppen? Und evtl. wieder rückgängig zu machen?
- Mundspülungen?
- profess. Zahnreinigungen?
- .....

Vielen Dank im Voraus für die Rückmeldungen.
Grüße
Nikita
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ZA.Müller
ZF-Experte


Anmeldedatum: 24.08.2007
Beiträge: 111
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 27.03.2008, 09:19    Titel:

Es gibt verschiedene Gründe für den Zahnfleischrückgang den Sie beschreiben.
-Schallzahnbürste ist schon mal gut ( Sonicare empfehle ich persönlich), ABER:
die Werbung sagt, dass der Gebrauch der Schallzahnbürste sauberer macht als Handzahnbürste plus Zahnseide! Die Zahnseide IST und BlEIBT UNVERZICHTRBAR!!!!!!! zuerst Zahnseide benutzen dann Schallzahbürste
-Lassen Sie sich die Putztechnik von einer Fachkraft in der Zahnarztpraxis Ihres Zahnarztes nochmals genau erklären, nehmen Sie die Zahnbürste zu diesem Termin mit
-Rauchen könnte mitverantwortlich sein für den weiteren Zahnfleischrückgang
-Knirschen und Pressen in der Nacht kann massiven Zahnfleischrückgang bewirken, sprechen Sie Ihren Zahnarzt auf die Problematik an. Evtl. kann man mit einer Schienentherapie den Rückgang stoppen
Meist sind mehrere Faktoren verantwortlich für dsen Zahnfleischrückgang ( falsche Putztechnik und Knirschen bspw.)
Rückgängig lässt sich der Zahnfleischrückgang nicht machen. Sie können ihn nur stoppen.
Dazu benötigen Sie die Hilfe Ihres Zahnarztes, der Prophylaxefachkraft, mindestens 2x jährlich eine professionelle Zahnreinigung und evtl. eine Knirschrschiene um die Ursachen zu beheben.
Tinkturen, Mundwässerchen etc. bringen rein gar nichts, sie können nur untersützend wirken um das Zahnfleisch zu straffen.
Ich verordne meinen Patienten unterstüzend eine homöopathische Tinktur die sie in der Apotheke anmischen lassen können.
Wenn Sie gerne das "Rezept" hätten, können Sie mich gerne per mail erreichen unter: info@zahnaesthetik-mueller.de
_________________
Dein Gesicht wurde Dir geschenkt, lächeln musst Du selbst!
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